Bei Hitlers Machtübernahme lag der Balkan für die meisten Deutschen „irgendwo da unten“. Trotzdem flohen viele nicht in den demokratischen Westen und die kommunistische Sowjetunion, sondern in den vermeintlich rückständigen Südosten Europas. Der Vortrag geht den Schicksalen deutschsprachiger Emigranten und Flüchtenden in den Balkanländern in den Jahren 1933 bis 1941 nach.
Prof. Dr. Marie-Janine Calic ist Professorin für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für ihr Buch „Balkan-Odyssee. 1933–1941“ erhielt sie 2026 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch.
Der Vortrag findet im Rahmen der institutseigenen Veranstaltungsreihe „Fluchtwege. Zwangsmigration in Biografien und Bildern“ statt.
Info zum Bild: Jüdische Flüchtende aus Österreich beim Grenzübertritt in die Schweiz, August 1938
