Das Nationalmuseum der Geschichte der Republik Moldau eröffnete am 12.06. die Ausstellung „Everyday Danube. Childhood & Youth“ in Chișinău, Republik Moldau.
Die Ausstellung wurde im Rahmen des Projekts „EVERYDAY DANUBE. Open Educational Resource zu Alltagskultur im Donauraum“ in Zusammenarbeit des IKDE mit dem Nationalmuseum der Geschichte der Republik Moldau, dem Slowakischen Nationalmuseum – Museum der Kultur der Karpatendeutschen und dem Museum Slawoniens entwickelt.
Bei der Eröffnung hob Olga Andranovici, stellvertretende Direktorin des Nationalmuseums der Geschichte der Republik Moldau, das Engagement der Beteiligten hervor:
Dieses Projekt bringt Kroatien, Ungarn, die Slowakei, Deutschland, Rumänien und die Republik Moldau in einem Dialog über Kindheit und Jugend zusammen. Das europäische Kulturerbe wird durch die Linse des Alltags und der ‚kleinen Geschichten‘ präsentiert – Erinnerungen, Beziehungen und Objekte, die sowohl gemeinsame Erfahrungen als auch kulturelle Vielfalt im Donauraum spiegeln.
Die Kuratorin der Ausstellung in der Republik Moldau, Dr. Ludmila Cojocari, betonte die Relevanz persönlicher Geschichten und generationenübergreifender Beziehungen für die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Perspektive:
Kindheitserfahrungen prägen unsere Identität als Erwachsene. Je nach historischem und sozialem Kontext kann die Kindheit unbeschwert oder von Traumata, Flucht oder Widerstand geprägt sein. Indem wir Kindheiten in der Donauregion so betrachten, wie sie in dieser Ausstellung gezeigt werden, lernen wir nicht nur etwas über die Vergangenheit, sondern auch über unsere gemeinsame Gegenwart.
Ein besonderer Moment bei der Eröffnung war der Beitrag des Zeitzeugen Ion Panaghiu, der in einer der ausgestellten Fotoreportagen vorgestellt wird: Er betonte die Bedeutung von Kindheitserinnerungen bei der Aufrechterhaltung familiärer Bindungen im Kontext der durch stalinistische Deportationen verursachten Traumata.

Nachdem die Ausstellung bereits in Osijek und Bratislava (noch zu sehen bis 30.09.2026) gezeigt wurde, können Interessierte im Nationalmuseum der Geschichte der Republik Moldau (Straße des 31. August 1989, 121/A, Chișinău) bis Ende Juli 2026 vielfältige Aspekte des Aufwachsens im Donauraum entdecken. Gezeigt werden Fotografien und persönliche Geschichten aus den Sammlungen und Archiven der Projektpartner sowie Objekte aus der Sammlung des Nationalmuseums der Geschichte der Republik Moldau. Interaktive Stationen laden die Besuchenden dazu ein, sich aktiv mit ihrem eigenen Aufwachsen auseinanderzusetzen, in einen Dialog zu treten und ihre Erinnerungen zu teilen. Die Ausstellung in Chișinău wird auf Rumänisch und Englisch gezeigt.
Wir danken der Baden-Württemberg Stiftung und allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und die gelungene Eröffnung!
Das Projekt „EVERYDAY DANUBE“ wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms Perspektive Donau.

